Werbung in Bus und Bahn: Was die Trendanalyse Verkehrsmedien 2024 zeigt

Bus mit Werbefläche an der Seite neben einer Haltestelle mit City-Light-Poster

Wie wird Werbung in Bus, Bahn und Taxi wahrgenommen? Das hat der Fachverband Aussenwerbung (FAW, heute B|A|M) in der „Trendanalyse Verkehrsmedien 2024“ untersucht. Cint hat dafür vom 13. bis 18. Mai 2024 insgesamt 1.005 Erwachsene in ganz Deutschland online befragt.

Fast alle fahren mit

  • 78 % nutzen öffentliche Verkehrsmittel, bei den 18- bis 24-Jährigen sind es 87 %.
  • 70 % der Fahrgäste sind mindestens einmal pro Woche unterwegs.
  • Die häufigsten Anlässe: Freizeit (61 %), private Erledigungen und der Weg zur Arbeit (je 50 %) sowie Einkaufen (34 %).

Was man während der Fahrt macht

Fahrgäste sind Multitasker: 76 % nutzen das Smartphone, 72 % schauen aus dem Fenster und 35 % sehen sich im Innenraum um. Am Smartphone geht es vor allem um Messenger (80 %), soziale Netzwerke (73 %) und E-Mails (65 %). Genau hier liegt die Brücke von der Werbung im Fahrzeug zur Aktion auf dem Handy.

Wer Bus oder Bahn fährt, hat Zeit und schaut sich um. Werbung hat hier mehr Zeit, wahrgenommen zu werden.

Werbung wird gesehen

  • 90 % der Fahrgäste kennen Werbung im Innenraum von Bus und Bahn oder sie ist ihnen schon aufgefallen.
  • 84 % sagen das für Werbung außen auf den Fahrzeugen.
  • 77 % ist Werbung beim Warten aufgefallen.
  • Am häufigsten fällt Verkehrsmittelwerbung beim Warten an der Haltestelle auf (66 %), beim Vorbeigehen (57 %) und beim Vorbeifahren mit dem Auto (52 %).

Die junge Zielgruppe

Bei den 18- bis 24-Jährigen ist die Hälfte täglich mit den Öffis unterwegs, 87 % nutzen dabei das Smartphone und 77 % schauen aus dem Fenster. Über 90 % kennen die Werbung in oder auf Bus und Bahn. Mehr als 30 % finden sie informativ, kreativ und belebend für das Stadtbild.

Was das für die Planung heißt

Verkehrsmedien verbinden zwei Stärken: Sie fahren durch die Stadt und erreichen so auch Menschen, die gar nicht einsteigen. Und im Innenraum treffen sie auf Fahrgäste mit Zeit und Aufmerksamkeit. Für jüngere Zielgruppen sind Bus und Bahn ein naheliegender Kanal, vor allem in Städten mit dichtem Nahverkehr und in Kombination mit Mobile.

Fazit

Verkehrsmedien sind mobil, aufmerksamkeitsstark und nah an der jungen Zielgruppe. Das macht sie zu einem unterschätzten Baustein im Mediamix.

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