Die Litfaßsäule ist 170 Jahre alt. Zum Jubiläum hat der Fachverband Aussenwerbung (FAW, heute B|A|M) eine Trendanalyse vorgelegt, die zeigt: Der Klassiker ist alles andere als ein Museumsstück. ERGO-Data hat dafür vom 24. bis 26. Juni 2025 insgesamt 1.011 Menschen zwischen 18 und 65 Jahren online befragt, je zur Hälfte in Großstädten über 500.000 Einwohnern und in kleineren Städten.
Fast jeder kennt sie
- 93 % der Befragten kennen den Begriff Litfaßsäule, bei den 18- bis 24-Jährigen sind es 78 %.
- 81 % sagen, sie gehört zum Straßenbild ihrer Stadt. In Großstädten sind es sogar 90 %.
- Bei den 45- bis 54-Jährigen stimmen dem 89 % zu, bei den 25- bis 34-Jährigen 74 %, bei den 18- bis 24-Jährigen 58 %.
Man kommt an ihr nicht vorbei
Die Hälfte der Befragten kommt auf ihren täglichen Wegen mindestens fünfmal am Tag an einer Säule vorbei. In Großstädten ist die Kontaktfrequenz noch höher. 86 % verbinden die Litfaßsäule vor allem mit Innenstädten und Fußgängerzonen, 71 % sagen aber, sie stehe eigentlich überall in der Stadt.
Die Litfaßsäule ist nicht nostalgisch. Sie ist einfach da, jeden Tag, mehrmals.
Digital ausdrücklich erwünscht
Rund die Hälfte hat bemerkt, dass Säulen heute öfter beleuchtet, verglast oder digital sind. Und die Entwicklung kommt gut an: Über 80 % finden es gut, wenn alte Säulen gegen moderne, beleuchtete und digitale Formate getauscht werden, bei den 18- bis 24-Jährigen sind es 85 %. Tradition und Modernisierung schließen sich hier also nicht aus.
Was das für die Planung heißt
- Die Säule bringt hohe Kontaktfrequenz im Nahbereich, ideal für lokale und regionale Botschaften.
- Sie genießt hohe Akzeptanz. Die hohe Akzeptanz ist eine gute Voraussetzung für Wirkung, aber noch kein Beleg dafür.
- Digitale und beleuchtete Säulen sind ein guter Weg, auch jüngere Zielgruppen stärker zu erreichen.
Fazit
170 Jahre alt und trotzdem mitten im Alltag. Die Litfaßsäule zeigt, was Außenwerbung stark macht: Sie ist sichtbar, akzeptiert und gehört einfach dazu.
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