Von 2,6 auf über 10 Prozent: Wie sich Außenwerbung seit 1996 verändert hat

Klassische Großfläche und digitaler Screen nebeneinander, dazwischen eine steigende Linie

1996 habe ich meine Ausbildung in der Außenwerbung begonnen. Damals sah der Alltag ganz anders aus.

Streuplanung auf dem Stadtplan

Angebote wurden auf Standortbeschreibungsbögen per Hand erstellt, mit Fotos beklebt und im Karton per Post verschickt. Für Standortübersichten haben wir Falk-Pläne kopiert und Klebepunkte gesetzt. Streuplanung auf dem analogen Stadtplan. Der Werbemarktanteil von OOH lag damals nach meiner Einschätzung bei rund 2,6 % (etwa 918 Mio. DM).

Heute läuft fast alles digital

  • Kampagnen lassen sich online buchen.
  • Zielgruppen werden datenbasiert geplant.
  • Bei DOOH lassen sich Ausspielungen zeitnah nachweisen.
  • Mit DOOH ist Außenwerbung flexibler und dynamischer als je zuvor.

Über 10 % Marktanteil sind großartig. Und aus meiner Sicht erst der Anfang.

Laut Nielsen hat OOH im Juni 2025 über 10 % Anteil am Werbemarkt erreicht. Für mich ist das der Anfang einer digitalen Zukunft im öffentlichen Raum.

Ich bin stolz, diese Entwicklung miterlebt zu haben, und freue mich auf alles, was noch kommt.

Die Zahlen von heute

Nielsen weist für das erste Halbjahr 2025 einen OOH-Marktanteil von 10,1 % am deutschen Werbemarkt aus. Das sind rund 1,6 Mrd. Euro Brutto, bei einem Gesamtmarkt von etwa 16,3 Mrd. Euro. Laut MEEDIA stiegen die Bruttowerbeinvestitionen in OOH im selben Zeitraum um 10,6 %. DOOH nennen beide Berichte den entscheidenden Wachstumstreiber, einen konkreten DOOH-Anteil nennen sie nicht.

Wie ich das einordne

Der Vergleich mit 1996 zeigt, wie stark sich die Außenwerbung verändert hat: von der Handarbeit mit Klebepunkten zur Buchung am Bildschirm. Die Marktanteile beruhen auf Nielsen-Bruttozahlen und nicht auf Netto-Umsätzen. Sie zeigen die Richtung sehr gut, die absolute Höhe aber nur ungefähr.

Was heißt das für deine Planung?

  • OOH im Mix mitrechnen. Mit über 10 % Marktanteil ist Außenwerbung keine Nische mehr.
  • Digitale Möglichkeiten nutzen. Buchung, Zielgruppenplanung und Auswertung laufen heute online und in Echtzeit.
  • Den Anspruch nicht verlieren. Mehr Technik ersetzt keine gute Idee und keinen guten Standort.

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