Programmatic DOOH galt lange als Thema für große Marken mit eigener Tech-Abteilung. Der aktuelle Trends Report von Broadsign zeigt, dass sich das gerade ändert. Ausgewertet wurden die Transaktionen auf den Plattformen von Broadsign und Place Exchange für das ganze Jahr 2025 und das erste Quartal 2026.
Wer bucht?
Die Branchen sind breit gestreut. Die größten Anteile am Spend:
- Lebensmittel und Getränke: 18,5 %
- Shopping und Handel: 11,8 %
- Finanzen: 10,5 %
- Technologie: 8,9 %
Gebucht wird vor allem draußen: Fast die Hälfte des Budgets (48,4 %) geht in Outdoor-Standorte, danach folgen Handel (18,5 %), Verkehr (12,7 %) und Freizeit (10,4 %).
Die eigentliche Überraschung
65,8 % der Transaktionen laufen über individuelle Private Marketplace Deals, weitere 20,5 % über dauerhafte PMPs. Die offene Auktion, die viele mit Programmatic verbinden, spielt nur eine kleine Rolle.
Programmatic heißt nicht, die Planung dem Algorithmus zu überlassen. Es heißt, gut Geplantes schneller und flexibler umzusetzen.
Was ich daraus lese
Werbetreibende wollen offenbar beides: die Flexibilität der programmatischen Buchung und die Kontrolle darüber, wo ihre Werbung läuft. Genau das passt zu dem, was ich aus der Praxis kenne. Niemand will sein Motiv irgendwo sehen. Man will wissen, an welchen Standorten, zu welchen Zeiten und in welchem Umfeld es läuft.
Was heißt das für die Planung?
Für Werbungtreibende ist das eine gute Nachricht. Ob sich Programmatic DOOH mit kleinem Budget lohnt, hängt weniger von der Technik ab als davon, ob am richtigen Ort genug Kontakte zusammenkommen. Du kannst Kampagnen kurzfristig starten, Laufzeiten an dein Geschäft anpassen und regional sehr genau steuern.
Wichtig bleibt die Reihenfolge. Erst das Ziel klären, dann Standorte und Zeiten festlegen und erst dann über die Technik reden. Die beste Plattform bringt wenig, wenn vorher niemand überlegt hat, wen man eigentlich erreichen will.
Welches Thema soll ich mir als Nächstes anschauen? Schreib mir.

